5 Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter vor Stress schützen

Jeder 20. Arbeitnehmer war im vergangenen Jahr wegen eines psychischen Leidens krankgeschrieben, berichtet der aktuelle DAK-Psychoreport. Daneben existiert noch das Phänomen Präsentismus. Hier „schleppen“ sich die Arbeitnehmer, trotz stressbedingter Krankheit, ins Büro. Laut Studien übersteigen die Kosten für Präsentismus die Kosten durch krankgemeldete Mitarbeiter um das Zehnfache, schreibt Frank M. Scheelen in seinem Artikel zu diesem Thema in der Wirtschaftswoche. Es besteht also dringender Handlungsbedarf für die Unternehmen, ihre Mitarbeiter vor krankmachendem Stress zu schützen.

Was können Sie nun konkret tun?

  1. Aufklärung über Veränderungen im Unternehmen

Werden die Mitarbeiter zu spät und nicht umfassend genug über anstehende Änderungen informiert, reagieren diese oft mit einem inneren Widerwillen, weil sie den Sinn von Change-Maßnahmen nicht nachvollziehen können. Informieren Sie deshalb rechtzeitig und erklären Sie auch den Grund und das Ziel der Veränderungen, damit sich Ihre Mitarbeiter mental einstellen können.

  1. Orientierung geben

Mitarbeiter müssen ganz klar wissen, was von Ihnen erwartet wird und welche Aufgaben und Ziele sie haben. Versteckte Erwartungshaltungen auf beiden Seiten führen zu Mißverständnissen und vergiften das Arbeitsklima. Realistische Zielvereinbarungen und Unterstützung auf dem Weg, diese zu erreichen, ist ebenfalls Stressprävention. Dies hilft den Mitarbeitern, eigenverantwortlich ihren Bereich zu gestalten, einen Sinn in ihrer Arbeit zu finden und sich nicht fremdbestimmt zu fühlen.

  1. Feedback geben und Wertschätzung kundtun

Eine wertschätzende Kommunikation gegenüber dem Mitarbeiter ist die Basis für ein gutes Miteinander. Vorgesetzte sollten sich auch bei ihren Mitarbeitern auch des öfteren mit einem ehrlich gemeinten „Dankeschön“ bedanken und die individuelle Leistung des Mitarbeiters in einem Vieraugengespräch entsprechend würdigen. Betriebliches Vorschlagswesen oder regelmässige, konstruktive Feedbackgespräche sind ebenfalls Motivatoren.

  1. Positive Räumlichkeiten und Ausstattung schaffen

Können die Mitarbeiter ihre Aufgaben in Ruhe und ungestört erledigen oder gibt es immer wieder Störfaktoren, wie z.B. laute Geräusche oder Unterbrechungen aufgrund einer zu engen Raumsituation? Auch auf unangenehme Gerüche und falsche Beleuchtung können den Stress steigern.

  1. Individuelle Betrachtung des Mitarbeiters im Hinblick auf Stressbewältigung

Jeder reagiert anders auf Stress und hat für sich im Laufe seines Lebens schon Mittel und Wege entwickelt, am besten damit umzugehen. Individuelle Belastungen können jedoch vorhandenen Stress verstärken und deshalb sollten die Mitarbeiter ihre eigenen Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster kennen, um entsprechend gegensteuern zu können. Dies herauszufinden ist nicht ganz so einfach; hier können ein Coaching oder Persönlichkeitsanalysetools Licht ins Dunkel bringen.

Um jedoch Stress wirksam vorzubeugen, ist es wichtig, nicht nur die Verhältnisse, sondern immer auch das Verhalten zu verändern.