Wie führt man Individualisten?

Gutes Leadership fördert alle im Unternehmen – auch diejenigen, die als Nerds oder als besonders kritisch wahrgenommen werden. Auf Impulse.de beschreibt Dr. Heinz-Jürgen Althoff, wie die Führung von Individualisten im Team gelingt.

Impulse.de greift mit dem Artikel „Warum Individualisten Unternehmen voranbringen – und wie sie integriert werden“ ein spannendes Thema auf: Spezialisten, Querdenker werden häufig als schwierig in der Zusammenarbeit wahrgenommen. Dabei sind sie oft diejenigen, die einem Unternehmen entscheidende Impulse liefern können. Wie man damit umgehen kann, erklärt Dr. Heinz-Jürgen Althoff, Urenkel des Karstadt-Gründers und Interims-Manager für Ingenieure.

Althoff beschreibt das Dilemma moderner Projektarbeit: Auf der einen Seite erwarte man eigenverantwortliche Tätigkeiten von hochspezialisierten Mitarbeitern, die diese auch leisten können. Andererseits sei Team Work in einer Gruppe aus hinterfragenden, kritischen Persönlichkeiten nicht immer einfach. Die Crux: Häufig ist gerade die Fähigkeit, Dingen auf den Grund zu gehen und sich in etwas zu vertiefen ja Voraussetzung für Spezialistentum. Auch ein möglicher Wissensvorsprung zum Chef kann hier zum Problem (für den Chef) werden. Dr. Althoff empfiehlt „Diese Schätze lassen sich aber nur mit einem veränderten Führungsstil heben.“

Wie dies funktionieren kann, fasst der Autor in sechs Punkten zusammen:

1. Begegnung auf Augenhöhe

Vertrauen, Respekt, Herausforderungen, die wirklich fordern. Manchmal muss auch erst eine gemeinsame Diskussionskultur gefunden werden.

2. Authentisch sein als Leader

Individualisten erkennen sehr schnell, wenn andere Menschen wiederum ihre Eigenheiten überspielen und blockieren dann womöglich.

3. Eigenes Unwissen offen kommunizieren und auf das Wissen der Kollegen zurückgreifen

Zeigt der Chef auch mal bereitwillig Schwäche, macht ihn das menschlich und die Mitarbeiter teilen gerne ihr Wissen mit ihm.

4. Fehler-Kultur etablieren

Das bedeutet, auch Mitarbeiter, die Fehler machen, zu unterstützen. Bei Fehlern gilt: in die Zukunft blicken und aus ihnen lernen!

5. Menschen ins Team holen, die uns auf den ersten Blick nicht ähnlich sind

Denn die bringen neue Ideen und Impulse mit, auch wenn sie uns womöglich nicht sympathisch sind.

6. Das Unternehmen an die Menschen anpassen anstatt die Menschen an das Unternehmen.

Ausführlicheres zu den Punkten lesen Sie im gesamten Artikel auf www.impulse.de.

Sie haben es sicher bereits geahnt: Letzten Endes ist natürlich jeder Mensch ein Individualist. Meine Erfahrung zeigt: Gutes Leadership als Ganzes sollte die Tatsache, dass es immer Menschen sind, die ein Unternehmen zum Erfolg führen, abbilden, anstatt an einzelnen Stellen mit diesem und jenem Werkzeug zu „reparieren“ – denn alle Mitarbeiter verdienen kompetentes, authentisches Leadership. Zu diesem zu finden kann durch ein Leadership Coaching unterstützt werden.