Um etwas verändern oder verbessern zu können, müssen wir den Status Quo akzeptieren – egal ob er uns gefällt oder nicht. Akzeptanz fällt uns nicht leicht – gerade dann, wenn die Situation nicht unseren Vorstellungen entspricht. Deshalb ist der Prozess des Akzeptierens kein passiver Akt, der lediglich im Unterbewusstsein abspielt. Vielmehr müssen wir uns aktiv klar werden, dass kein Weg daran vorbeiführt als die Situation einfach so hinzunehmen, wie sie ist.

Es gibt wenige Dinge, die in unserem direktem Einflussbereich liegen und die wir verändern können. Wir werden also von Grund auf damit konfrontiert, Akzeptanz zu lernen. Dennoch gelingt es nur bedingt, da wir gerne Recht haben wollen. Die Welt sollte so sein, wie wir sie uns ausgedacht haben.

Aber Akzeptanz hat nichts mit einer Niederlage zu tun. Im Gegenteil: Solange Du gegen eine Sache ankämpfst, die du nicht ändern kannst, verschwendest du Zeit und Energie, die wiederum an anderer Stelle gebraucht werden.

Gerade die Corona-Krise hat uns alle stark beeinträchtigt: Die Regierung trifft Entscheidungen, um die Gefahr der Pandemie zu dämmen, welche uns in unserem privaten Umfeld und auf wirtschaftlicher Ebene in hohem Maße einschränken. Kein Wunder, dass es uns besonders schwerfällt, zu akzeptieren. Doch allesjammern hilft nicht, die Einschränkungen bleiben die Einschränkungen.

Verschwenden wir also nicht unsere Kraft darauf, uns über Dinge den Kopf zu zerbrechen, die nicht zu ändern sind. Zu akzeptieren erspart viele negative Gefühle wie Verzweiflung, Hilflosigkeit, Angst oder Zorn. Die Energie, die wir dadurch einsparen, können wir einsetzen, um Lösungen zu finden und unsere Lage zu verbessern. Akzeptieren bedeutet auch, das Steuer über das eigene Leben wieder stärker in die Hand zu nehmen.