Die Führungskraft muss zunächst prüfen, ob ein Mitarbeiter die nötigen Fähigkeiten und den Willen besitzt, eine Aufgabe eigenverantwortlich und erfolgreich durchzuführen. Erst dann können ihm die richtigen Projekte übertragen werden.

Wichtig ist, zu verstehen, dass es hierbei nicht darum geht, die Mitarbeiter zu motivieren, sondern diejenigen zu finden, die bereits eine ihre Motivation mitbringen. Denn, wie Reinhard Sprenger schon in den 90er Jahren festgestellt ha, kann man Mitarbeiter nicht motivieren.

Ist erstmal eine Aufgabe zugewiesen, sollte die Führungskraft den Mitarbeiter eigenständig sein Ziel erreichen lassen – ganz ohne den Weg dorthin vorzugeben. Warum auch? Der Mitarbeiter soll die Führungskraft in gewisser Weise entlasten. Wenn die Führungskraft jeden Schritt vorgeben und bei jedem Problem eingreifen müsste, könnte er die Aufgabe doch gleich selbst erledigen.

Trotzdem fällt es vielen Führungskräften schwer, loszulassen und Verantwortung abzugeben. Schließlich stehen viele in einer Führungsrolle, weil sie in ihrer Sache unter vielen Mitarbeitern die besten Ergebnisse lieferten. Wir haben oft die Annahme, wir können alles am besten und schnellsten. Umso schwieriger ist es, loszulassen. Selbstdisziplin ist hier das Stichwort: Lasst Sie einfach ihren Job machen!